Annemo · Sebastian Kuban
Eröffnung: Freitag 06.11.2026
Ausstellung: 07.11. – 22.11.2026
Märchen dienten ursprünglich dazu, Angst, Gewalt und Trauma erzählerisch zu verarbeiten. Sie schufen symbolische Räume, in denen existenzielle Bedrohungen bearbeitet werden konnten, ohne sie direkt anzusprechen. Die Ausstellung „Märchen vom Ende der Welt“ überträgt diese Funktion in die Gegenwart: Kuban und annemo nutzen das Märchen als offenes System aus Motiven und Fragmenten, um heutige Ängste, Machtstrukturen und gesellschaftliche Traumata sichtbar zu machen.Annemo arbeitet überwiegend mit Ölkreiden. Ihre Arbeiten verbinden präzise Komposition mit impulsiver Geste, schaffen vielschichtige, atmosphärische Räume und machen innere Konflikte erfahrbar.
Kuban entwickelt seine dystopische Märchenwelt in Acryl und abstrahierten Ölkreide-Zeichnungen, verdichtet Szenen auf zentrale Elemente und inszeniert sie bühnenbildhaft. Subtile Bezüge zu transgenerationalem Trauma durchziehen seine Arbeiten und verschränken sich mit der Bildwelt.
Gemeinsam entstehen dichte Bildräume, die vertraute Narrative aufbrechen und Besucher:innen zur aktiven Auseinandersetzung einladen.


